Das 4C Business Model von B. W. Wirtz

4C Business ModelDas 4C Business Model dient der Veranschaulichung von B2C Geschäftsmodellen im Internet. Es ist die Basisgeschäftsmodellklassifikation im Internet. Das teilt sich auf in Content, Commerce, Context und Connection. Das Abgrenzungskriterium ist das Leistungsangebot des Unternehmens.

 

Content

Beim Content-Segment geht es um die Erstellung, Sammlung und Bereitstellung von Inhalten auf der eigenen Internetpräsenz. Packaging und Aufbereitung der Inhalte fallen ebenfalls unter dieses Segment. Dazu gehören z.B. Nachrichten, Blogartikel, Musik, Videos oder Games. Laut Wirtz ist es das Ziel, den Nutzern Inhalte einfach, bequem, visuell, ansprechend aufbereitet online zugänglich zu machen (Wirtz, 2016). Das kann verschiedene Ausmaße annehmen. Deswegen wird dieses Segment weiter unterteilt in E-Information, E-Education und E-Entertainment. E-Information beschäftigt sich mit der neutralen Bereitstellung von Informationen. Das wird häufig von Nachrichtenportalen angewandt. Parteien und Unternehmen nutzen dieses Segment ebenfalls, um Informationen zu verbreiteten. E-Education ist ein Model, mit welchem die Nutzer zu Lernenden werden. Informationen sollen nicht nur mitgeteilt werden, sondern auch gelehrt bzw. erlernt werden. Das Lernen steht häufig im Vordergrund und die Information im Hintergrund. Denkbar ist dieses Modell für Erwachsenenbildung oder Onlineuniversitäten. Letztere erfreuen sich zunehmender Popularität. E-Entertainment ist der Unterhaltungsaspekt in diesem Segment. Inhalte dienen zum Zeitvertreib und werden möglichst einfach und audiovisuell vermittelt. Teilweise spricht man von E-Infotainment, wenn sich E-Information und E-Entertainment vermischen.

 

Commerce

Das Commerce-Segment umfasst die Anbahnung, Aushandlung und Abwicklung von Transaktionen im Internet (Wirtz, 2016). E-Commerce funktioniert hauptsächlich über dieses Segment. Es teilt sich auf in E-Attraction, E-Negotiation und E-Transaction. Der gesamte Prozess wird im E-Tailing zusammengefasst. E-Attraction ist die Anbahnungsphase der Transaktion. Darunter fallen klassische digitale Werbemaßnahmen, wie z.B. Bannerwerbung auf Webseiten. Google AdSense basiert auf diesem Teilsegment. Die Aushandlungsphase basiert auf der E-Negotiation. Verkaufsbedingungen oder Konfigurationen werden so ausgehandelt/ festgelegt (Bsp. eBay mit Auktionen). Die Abwicklung an sich fällt unter E-Transaktion. E-Transaktion beschäftigt sich mit der Zahlung und der Auslieferung. Im Idealfall ist beides auf digitalem Wege möglich. Digitale Produkte (z.B. E-Books) können online „ausgeliefert“ und bezahlt werden (z.B. PayPal).

 

Context

Die Informationen im Internet werden durch das Context-Segment geordnet und systematisiert. Das geht z.B. über Suchmaschinen, Web-Kataloge oder Bookmarking Dienste. Die Suchmaschinen überwiegen und Google ist der Marktführer auf diesem Gebiet. Durch allgemeine Suchmaschinen (Google), Videosuchmaschinen (YouTube) oder Produktsuchmaschinen (Amazon) bekommen die Inhalte des Internets eine Klassifikation. Context-Websites werden häufig als Startseite eingesetzt. Sie fungieren als Navigationshilfe und verringern für den Nutzer die Komplexität des Internets. Die Herausforderung für Suchmaschinen ist es, die Ergebnisse nach Relevanz zu sortieren. Hilfreich sind Links, Empfehlungen und Kundenbewertungen. Während bei der Google Search die eingehenden Links sehr ausschlaggebend sind, nutzt Amazon gerne Kundenbewertungen. Jede Context-Website nutzt eigene Verfahren und Einflussfaktoren.

 

Connection

Das Connection-Segment nutzt den Informationsaustausch in Netzwerken. Das können virtuelle oder physische Netzwerke sein.

Virtuelle Netzwerke fallen unter den Punkt Intraconnection. Das sind die Netzwerke innerhalb des Internets. Es können z.B. Community Modelle sein, wie soziale Netzwerke oder Foren. Virtuelle Netzwerke minimieren Kommunikationsbarrieren und -kosten. Im Web 2.0 herrscht in diesen Netzwerken ein zweiseitiger Kommunikationskanal. Nutzer können genauso ihre Meinung veröffentlichen, wie der Ersteller der Plattform. Dies war am Anfang des Internets noch nicht möglich. Es war ein einseitiger Kommunikationskanal vom Produzenten zum Konsumenten. Heute leben virtuelle Netzwerke vom „User Generated Content“.

Physische Netzwerke fallen unter den Punkt Interconnection. Das sind keine Netzwerke innerhalb des Internets. Sie beschäftigen sich mit dem Zugang zum Internet. Diese Internet Service Provider sorgen für lokalen und mobilen Internet Zugang.

 

Erlösmodelle

Laut Wirtz, gibt es im Internet transaktionsabhängige und transaktionsunabhängige sowie direkte und indirekte Erlösmodelle.

4C Business Model Erlöse

 

 

Das 4C Business Model stammt von Bernd W. Wirtz.

Quelle/ Literatur: Wirtz, B. W., 2016. Medien und Internetmanagement von Bernd W. Wirtz, 9 Auflage 2016

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