SEO Agentur vs. Inhouse SEO

SEO Agenturen vs. Inhouse SEO vs. Freelancer

Sind SEO Agenturen tatsächlich besser als SEO Freelancer oder Inhouse SEO’s? Welches dieser Modelle eignet sich für wen? Welche Vorteile birgt ein Inhous SEO? Und wann ist ein SEO Freelancer die beste Wahl? Unternehmen sind grundsätzlich sehr verschieden. Lokale Unternehmen, KMUs und größere Unternehmen funktionieren völlig unterschiedlich. Sie haben unterschiedliche Ressourcen, einen unterschiedlichen Workload und verschiedene Geschäftsprozesse. Aus diesem Grund benötigen Sie auch unterschiedlichen SEO Support.

SEO Agenturen – Rundumlösung oder Kostenfalle?

Vorteile:

Zu den wichtigsten Vorteilen einer Agentur gehört der Wissensstand. Agenturen profilieren sich dadurch, dass sie fachlich stets auf dem aktuellen Stand sind. Das ist vor allem wichtig in einer so dynamischen Branche. Das Online Marketing und speziell die Suchmaschinenoptimierung ändert sich ständig. Webtechnologien werden laufend angepasst und SEO’s müssen zwangsläufig immer auf dem neusten Stand sein. Man muss mit den Trends und Standards der Szene (z.B. AMP, Encryption, uvm…) Schritt halten können. Die Agentur kümmert sich intern um die Weiterbildung der Mitarbeiter. Das ist ein großer Vorteil im Vergleich zu einem Inhouse SEO, welcher vom Unternehmen selbst weitergebildet werden muss. Ein weiterer Punkt ist, dass eine Agentur eine skalierbare Dienstleistung erbringt. Benötigt man in einer Woche nur 4 Stunden SEO Support, kann man auf diese zurückgreifen. Benötigt man in der nächsten Woche 15 Stunden SEO Support, ist auch das möglich. Man bezahlt nur die angefallenen Arbeitsstunden. Bei einem Inhouse SEO hat man ganz normale Arbeitszeiten. Diese fallen unabhängig von der Auslastung an. Das kann zum Problem werden. Ein weiterer Vorteil der Agentur ist, dass intern die Meinungen besser reflektiert werden. In einer Agentur arbeiten ggf. mehrere Personen an Ihrem Projekt. So ist ein produktiver und fachlicher Meinungsaustausch möglich. Auch haben Agenturen ganz andere Erfahrungswerte. Sie betreuen mehrere Kunden und kennen verschiedene Szenarien.

Nachteile:

Der klassische Kritikpunkt an Agenturen ist, dass Sie teurer sind. Und ja das stimmt – Agenturen sind kostenintensiver. Und das aus gutem Grund. Da Freelancer einen deutlich geringeren Kostenapparat haben, können sie ihre Stundensätze etwas schlanker gestalten. Eine Agentur zahlt mehr Miete, Lohnnebenkosten, Abgaben, Software Lizenzen usw. Das spiegelt sich im Preis wieder. Hier einige interessante Punkte von Marco Janck dazu. Ein weiterer Nachteil ist, dass der Fokus der Agentur mit Sicherheit nicht auf einem konkreten Kunden liegt. Tatsächlich bedienen Agenturen mehrere Kunden und haben noch einen eigenen Verwaltungsaufwand. Das kann dazu führen, dass sich die Kommunikation mit den Kunden verlangsamt und die Zusammenarbeit nicht so eng ist wie beim Freelancer. In der Agentur arbeiten schließlich mehrere Personen mit einem Kunden zusammen. Diese Punkte erschweren das Projektmanagement.

  • Die Agentur leistet eine skalierbare Dienstleistung.
  • Das Know How ist stets auf dem neusten Stand und es müssen keine Fortbildungen bezahlt werden.
  • Intern werden viele Meinungen reflektiert und bessere Lösungen gefunden.
  • Agenturen haben durch verschiedene Kunden bessere Erfahrungswerte.
  • Agenturen sind teuer.
  • Der Fokus der Agentur liegt nicht auf ihrem Unternehmen.
  • Die Kommunikation gestaltet sich schwieriger als beim Freelancer oder bei einem Inhous SEO.

Inhouse SEO – Digitale Kompetenz in Unternehmen

Vorteile:

Der wichtigste Vorteil bei einem Inhouse SEO ist, dass sein Fokus auf dem Unternehmen liegt. Er wird nicht durch andere Projekte abgelenkt und kommt zeitlich in keine Interessenskonflikte. Außerdem werden die Inhouse SEO’s nahtlos in die Unternehmensprozesse eingearbeitet. So sind die Kommunikationswege relativ kurz. Operative Maßnahmen können deutlich schneller umgesetzt werden. Entscheidungen können so auch treffsicherer und schneller getroffen werden. Der Inhouse SEO hat schließlich ein besseres Verständnis von den Unternehmenszielen, als ein externer Dienstleister. Ein weiterer Vorteil ist, dass ein Inhouse SEO glaubwürdiger Kooperationen mit Content Dienstleistern, Werbepartnern und Co. aushandeln kann.

Nachteile:

Klar ist, dass sich ein Inhouse SEO erst ab einer gewissen Firmengröße lohnt. Wer flexibel und unregelmäßig SEO Dienstleistungen benötigt, ist mit einer Agentur oder einem Freelancer besser beraten. Erwähnenswert sind auch die Weiterbildungen. Diese müssen vom Unternehmen getragen werden. Und diese Weiterbildungen sind nötig in einer so dynamischen Branche. Veränderungen gibt es ständig. Alles in allem geht man mit einem Inhouse SEO eine vergleichsweise große Verpflichtung ein.

  • Der Fokus liegt auf ihrem Unternehmen
  • Ist in die Internen Prozesse miteinbezogen
  • Hat ein gutes Verständnis von den Unternehmenszielen/ der Unternehmensvision.
  • Kann als glaubwürdiger repräsentant für die Firma eintreten
  • Die dauerhafte Beschäftigung lohnt sich erst ab einer gewissen Firmengröße.
  • Hat ggf. nicht immer einen vergleichbar aktuellen Wissensstand zu den Agenturen und Freelancern.
  • Deswegen müssen stetig Weiterbildungen bezahlt werden.
  • Die Beschäftigung eines Inhous SEOs ist nicht skalierbar.

Freelancer – Persönliche Betreuung & Flexibilität

Vorteile:

Der mit Abstand größte Vorteil eines Freelancers zur Agentur ist die persönliche Betreuung. Freelancer müssen zu ihren Kunden einen engeren Kontakt pflegen um konkurrenzfähig zu sein. Immerhin arbeitet der Freelancer persönlich für seinen Ruf. Des Weiteren ist auch die Dienstleistung des Freelancers skalierbar. Man kann ihn für einen vordefinierten beschränkten Umfang beauftragen. So kann man Freelancer auch kurzfristig zu einem Projekt hinzuziehen, ohne langfristige Verpflichtungen einzugehen. Ebenfalls ist man nicht für die Weiterbildung des Freelancers verantwortlich. Professionelle SEO Freelancer bringen differenziertes Know How aus verschiedenen Kundenprojekten mit. Das hilft den Unternehmen dabei neue Meinungen kennenzulernen und den eigenen Horizont zu erweitern.

Nachteile:

Bei arbeitslastigen Projekten ist ein einzelner Freelancer nicht die beste Option. Eine Agentur mit vielen Mitarbeitern kann einen höheren Workload bewältigen. Das ist ganz normal. Auch legt der Freelancer nicht seinen kompletten Fokus auf einzelne Kunden. In dieser Hinsicht ist ein Inhouse SEO besser geeignet.

  • Persönliche Betreuung.
  • Skalierbare Dienstleistung.
  • Der Kenntnisstand ist stets aktuell.
  • Zieht seine Erfahrungen aus verschiedenen Kundenprojekten.
  • Erbringt quantitativ einen geringeren Workload erbringen als eine Agentur.
  • Fokus liegt nicht nur auf einem Kunden.

Welches Modell ist das richtige?

Für kleine Betriebe oder lokale Unternehmen ist der Freelancer meiner Meinung nach die beste Option. Wobei der geringere finanzielle Aufwand, der persönliche Kontakt und die Skalierbarkeit im Vordergrund stehen. Agenturen sind zu kostenintensiv für junge Unternehmen. Mit Inhouse SEO’s gehen die Unternehmen eine langfristige Verpflichtung ein. Beide Optionen sind nicht ideal für kleine Unternehmen.

Bei größeren mittelständischen Unternehmen fällt die Wahl schon schwerer. Diese müssen ernsthaft zwischen einer externen Agentur und einer internen Online Marketing Abteilung abwägen. Meiner Meinung nach ist es am sinnvollsten zu Beginn auf einen externen Dienstleister zurückzugreifen und langfristig ein eigenes Team aufzustellen. Externe Dienstleister sind sofort einsatzbereit und interne Abteilungen sind langfristig kostengünstiger. Die Schwierigkeit liegt darin den passenden Zeitpunkt für einen Wechsel zu bestimmen. Ein stufenartiger Übergang ist wohl am besten geeignet. Während der externe Dienstleister noch arbeitet, kann man nach und nach Schlüsselpersonen für die interne Abteilung rekrutieren. Zeitweise können Mitarbeiter und Dienstleister symbiotisch zusammenarbeiten. Dies vereinfacht auch die Kommunikation.

Große Konzerne sollten eine langfristige Zusammenarbeit von internen und externen Kräften anstreben. Die Mitarbeiter als Rückgrad des Online Marketings und die externen Dienstleister (Agenturen wie Freelancer) als beratende Akteure mit neuen Sichtweisen und Ideen.

Fazit

Diese Hypothesen setzen natürlich fleißiges und tugendhaftes Arbeiten voraus. Natürlich kann man immer an einen schlechten Freelancer oder an eine unprofessionelle Agentur geraten. Mit Sicherheit gibt es viele unseriöse Agenturen und Freelancer auf dem Markt. Ebenso kann man aber an einen faulen oder unqualifizierten Inhouse SEO gelangen. Grundsätzlich kann man aber nicht sagen, dass Agenturen die beste Option sind.

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